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Mutamo
11. Mai - 09. Juni 2019 | Schaufenster Neutorgasse
Mutamo hat viele Gesichter: Als One-Stop-Solution und Online-Verkaufsplattform begleitet Mutamo DesignerInnen von der Produktidee bis zum Vertrieb.
© beyond tradition

Dort, wo aus Ideen Produkte entstehen, beginnt Kreativwirtschaft. Aber da ist sie noch lange nicht zu Ende, denn es entstehen neue Herausforderungen: Wo produziert man das Produkt? Und wie bringt man es an Kundinnen und Kunden? Hier setzt Mutamo an, eine neue Plattform, die Designerinnen und Designer dabei unterstützt, ihre Produkte erfolgreich zu produzieren und zu vertreiben. „Viele Designer wollen ein Autorenprodukt umsetzen, scheitern aber oft am Vertrieb“, erklärt Benjamin Pernthaler vom Designstudio zweithaler, das mit der mtdesign Tischlerei die neue Plattform entwickelt hat.

Mutamo will Designerinnen und Designern auf der ganzen Linie zur Seite stehen: von einer Machbarkeitsprüfung und Kostenschätzung über Produktionsoptimierung bis hin zum Packaging und der Erstellung eines Pressekits. Der Vertrieb erfolgt dann parallel über die Homepage mutamo.at und – vor allem – über ein Netzwerk an bereits bestehenden Shops. „Zielgruppe von Mutamo sind einerseits Designer, die ein Projekt verwirklichen wollen, und andererseits designaffine Menschen, die potenzielle Kunden sind“, so Pernthaler.

Hashtag Holz

Der Fokus von Mutamo liegt auf der Arbeit mit Holz, der Name Mutamo kann wahlweise als Murtal modern oder Murtal Möbel verstanden werden. Murtal deswegen, da dort der Sitz der mtdesign Tischlerei ist, die die Plattform initiiert hat. Wer an Mutamo herantritt, kann sein Projekt hier Form werden lassen, durch traditionelles Handwerk und Hightech-Holzverarbeitung mit einer 5-Achs-Roboterfräse.

Holz ist auch der Werkstoff, den der Grazer Designer Markus Well für den Untersetzer „Hashtag“ verwendet. Inspiriert von entsorgtem, aber einwandfreiem Massivholzparkett aus Eiche, das Well auf einer Deponie entdeckte, entwickelte er die Idee, die kleinteiligen Holzstücke neu zusammenzusetzen. „Hashtag“ entstand – ein praktischer Untersetzer, der durch einen verborgen eingebauten Magneten zudem an Töpfen und metallenem Geschirr wie Kannen haften bleibt. Nach der Anfertigung mehrerer Prototypen und einer ersten Kleinserie von Hand begann die Suche nach einem Partner für Produktion und Vertrieb. „Ich wollte nicht, dass der Entwurf in der Schublade verschwindet“, erklärt Markus Well. Mit Mutamo hat Well diesen Partner gefunden und kann sich nun wieder ausschließlich dem Entwerfen widmen. „Als Designer hat man die Leidenschaft kleine Sachen selbst machen zu wollen, aber es gibt große Hürden, gerade wenn man geringe Stückzahlen regional produzieren will“, so Well. „Durch Mutamo wird einem da Einstieg da erleichtert.“

Neubeginn im Designmonat Graz

Nicht nur „Hashtag“, auch Mutamo selbst ist ein Vorzeigebeispiel: nämlich für einen gelungenen Designtransfer und für die fruchtbare Wirkung, die der Designmonat Graz und seine Projekte haben. Schließlich gründet die Zusammenarbeit zwischen zweithaler und der mtdesign Tischlerei auf ihrer Kooperation bei Smart Urban Privacy, bei der sie für den Designmonat Graz 2017 gemeinsam das urbane Stadtmöbel „Mikado“ entwickelten. Zwei Jahre später wird nun im Designmonat Graz 2019 Mutamo gelauncht, online ebenso wo wie offline: In der Neutorgasse werden der Untersetzer „Hashtag“ von Markus Well und die Kaffeedose mit integrierten Siebträger „Nopresso“ von beyond tradition ausgestellt. Außerdem zu sehen: das werkzeuglos aufbaubare Regalsystem „Orto“ von zweithaler.

Wann
11. Mai - 09. Juni 2019
Wo