Wiener Speisen Anders – eine Retrospektive
Eine Gruppe von 10 StudentInnen der Studienrichtung Industrial Design an der Universität für angewandte Kunst in Wien beschäftigte sich im Wintersemester 21/22 unter der Leitung von Marcus Bruckmann und Peter Mahlknecht mit dem Entwurfs-Thema, wie sich die Dinge, Services und Systeme rund ums Essen/Trinken und Kochen in den nächsten Jahren ändern werden und wie sie diese ändern wollen.
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Der Ort der Untersuchung ist Wien. Der Fokus liegt auf Ressourcenschonung und Kreislaufsystemen sowie einer der Nahrung innewohnenden sozialen Komponente sowie dem Zubereiten und Kochen als wertvolle Kulturtechnik. Als wesentliche Veränderungstreiber sehen wir – neben neuen Technologien – die angenommen sehr stark steigenden Preise/Kosten für die Nutzung von Energie und Ressourcen, Kostenwahrheit (die Bepreisung von CO2 bei sozialem Ausgleich), Einpreisung und Verantwortung für Lieferketten sowohl nach hinten als auch nach vorne, steigende Mindestlöhne und letztlich die Notwendigkeit unsere Systeme widerstandsfähiger zu gestalten. Die Methode ist ein Rückblick aus 2030. Wir erklären, durch welche Änderungen (Verhalten, Objekte, Services) es in Wien geschafft wurde, die (Pariser Klimaziele) 55% CO2 Reduktion gegenüber 1990 einzuhalten und bereits einen Ausblick auf 2040 zu geben, wie wir auch die Klimaneutralität schaffen werden.

Die Methode ist ein Rückblick aus 2030. Wir erklären, durch welche Änderungen (Verhalten, Objekte, Services) es in Wien geschafft wurde, die (Pariser Klimaziele) 55% CO2 Reduktion gegenüber 1990 einzuhalten und bereits einen Ausblick auf 2040 zu geben, wie wir auch die Klimaneutralität schaffen werden. Die These ist, dass infolge der Ressourcenknappheit, verpflichtende Verhaltensänderungen bzw. Kreislaufwirtschaft das Thema, wie wir uns in Zukunft ernähren wollen, zwangsläufig aus dem Privaten (wieder) im Gemeinsamen / Öffentlichen verortet wird, weil es auf allen Ebenen besser und cleverer sein wird, die eingesetzten Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Wir nehmen momentan an, dass 2030 Mehrweg-Take-Away-Systeme und größere, gemeinsame Küchen eine interessante Alternative gegenüber heute darstellen werden. Klarerweise schauten wir in der Recherche aber auch nach hinten und nach vorne z.B. in die Wechselwirkung mit Nahrungsmittelproduktion, Verarbeitungsbetriebe, Verpackungsindustrie, Lebensmittelhandel, Mobilitätskonzepte, öffentlichen Raum. Technologiepartner ist die Firma Greiner Innoventures, vertreten durch Maria Molina, Innovation Managerin. Greiner ist u.a. in der Lebensmittelverpackungsindustrie europaweit aktiv. 

Externer Input weiters durch: DI Jutta Kleedorfer, Stadtplanerin DI Stefanie Painsith, Kunststofftechnikerin (Greiner Innoventures) Julia Herr, Abg.z.NR, Bereichssprecherin für Umwelt und Klima der SPÖ-Parlamentsfraktion 

Im Rahmen des Designmonat Graz findet eine Präsentation des Projekts, sowie ein Meet the Students Event in der Design-Clinic statt.

Mehr dazu in diesem Videobeitrag.