Designmonat Graz 2009
Der erste Designmonat √Ėsterreichs in Graz und in der Steiermark klang am 24. Mai 2009 erfolgreich aus. Rund 70.000 Besucher konnte die steirische Kreativwirtschaft begeistern und ein international sichtbares Zeichen setzen.

FAKTEN

Zeit: 23. April bis 24. Mai 2009
Ort: Graz und die gesamte Steiermark
Ziel: die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Design einem möglichst breiten Publikum vermitteln
Partner: Creative Industries Styria, FH Joanneum, Landesmuseum Joanneum, technische Universität Graz, Haus der Architektur und zahlreiche andere Unternehmen und Institutionen

HINTERGR√úNDE

Vor dem Hintergrund eines tief greifenden Strukturwandels der Gesellschaft von der Industriegesellschaft hin zu einer dienstleistungsbasierten Wissensgesellschaft spielt Kreativit√§t im Erwerbsprozess der Zukunft eine entscheidende Rolle. Sie ist die Basis f√ľr eines der Schl√ľsselworte des zuk√ľnftigen wirtschaftlichen Handelns: Innovation. Kreativit√§t bildet daf√ľr die unabdingbare Basis, denn ohne Kreativit√§t keine Ideen und ohne Ideen keine Innovationen.

Innovation ‚Äď verstanden als die Durch- und Umsetzung von Ideen mit dem Ziel, daraus neue L√∂sungen zu entwickeln, die der Wirtschaft und dem Standort wichtige Impulse bringen ‚Äď ist weitaus mehr als ein Schlagwort der politischen Rhetorik. Sie wird mittelfristig zur treibenden Kraft werden, die √ľber Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen auf den stark segmentierten M√§rkten der Zukunft entscheidet. Die Kreativwirtschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle, die sich auch in Zahlen eindrucksvoll dokumentieren l√§sst: Im Gro√üraum Graz erwirtschaften die Branchen der Kreativwirtschaft rund 1,5 Milliarden Euro an Bruttowertsch√∂pfung. Das entspricht 14 % der gesamten Wertsch√∂pfung. Steiermarkweit arbeiten rund 40.000 Menschen in der Kreativwirtschaft, deren Branchen von Werbung und Marktkommunikation, Design, Architektur und Mode √ľber Foto und Film, Fernsehen und Radio bis hin zu Verlagswesen, Printmedien und Musikwirtschaft reichen.

Damit wird eines klar: Kreativit√§t kann nicht unter den Vorzeichen eines verspielt-naiven individuellen Selbstfindungs- und Darstellungsprozesses gesehen werden. Vielmehr ist Kreativit√§t auf dem besten Weg, zu einem der ganz essenziellen Erfolgsfaktoren f√ľr wirtschaftliches Denken und Handeln zu werden. Design ist dabei nur der augenscheinlichste Vertreter einer zwar heterogenen, aber wirtschaftlich umsetzungsstarken Branche.

ZIELE

Der Designmonat 09 verdichtet die Energie der heimischen Kreativwirtschaft innerhalb eines Monats, macht sie nach au√üen hin sichtbar und leistet somit einen zentralen Beitrag zur Verankerung der Bedeutung der Kreativwirtschaft im Bewusstsein der Bev√∂lkerung. Neben dieser Bewusstseinsbildung ist die St√§rkung der Kreativwirtschaft eines der weiteren gro√üen Ziele des Designmonats. Er bietet innovativen Projekten ‚Äď sei es auf experimenteller oder auf kommerzieller Ebene ‚Äď einen Raum und sch√§rft damit die Wahrnehmung f√ľr die Bedeutung von Design, und zwar nicht nur auf einer rein dekorativ-beh√ľbschenden Ebene, sondern auch im Hinblick auf die √∂konomische Bedeutung von Design. Daran ankn√ľpfend m√∂chte der Designmonat die steirischen Unternehmen in das ‚ÄěGro√üprojekt Kreativwirtschaft‚Äú involvieren und durch die Sichtbarmachung der kreativen Kr√§fte den Markt stimulieren. Als langfristiges Ziel will der Designmonat zu einem Fixpunkt der internationalen Designevents werden und sich damit regional, national und international etablieren.

PARTNER

Der Designmonat wird in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wie etwa der FH Joanneum, dem Landesmuseum Joanneum, der Technischen Universit√§t Graz, dem Haus der Architektur, Festivals (Spring 09, Assembly 09, Lendwirbel) und anderen Institutionen und Unternehmen entwickelt und durchgef√ľhrt. Der Begriff ‚ÄěDesignmonat‚Äú fungiert dabei als Dachmarke und versammelt die einzelnen Aktivit√§ten unter einem einheitlichen Auftritt, ohne dabei deren Eigenst√§ndigkeit zu gef√§hrden.

Die Creative Industries Styria √ľbernimmt die Rolle der Projektmanagerin und Koordinatorin. Durch die hervorragenden Branchenkenntnisse und die breite Akzeptanz in der kreativen Szene fungiert die Creative Industries Styria zus√§tzlich als zentraler Netzwerkknoten, um Synergien und Kooperation zwischen Kreativwirtschaft und Unternehmen aus anderen Bereichen zu erm√∂glichen.

PROGRAMM

Der Designmonat bietet ein kompaktes und dichtes Programm, das von Ausstellungen und Festivals √ľber Vortr√§ge und Workshops bis hin zu einem eigenen Designers-in-Residence-Programm reicht. Mit dem Designfestival Assembly und dem Springfestival f√ľr elektronische Kunst und Musik sind zwei renommierte Festivals mit dabei, erg√§nzt um das noch junge Festival Lendwirbel. Auf der Lifestyle-Messe Lebensart wird eine Leistungsschau der heimischen Designszene gezeigt und einem breiten Publikum zug√§nglich gemacht. Die Designbattle wiederum l√§dt im Rahmen eines internationalen Workshops 24 Designerinnen und Designer nach Graz ein, die in lokalen Agenturen an einem Projekt arbeiten. Am Ende k√ľrt eine internationale Jury einen Sieger.