Das war der Designmonat Graz 2022
Am 12. Juni ging der Designmonat Graz 2022 zu Ende. In fünf Wochen fanden über 100 Programmpunkte – von Ausstellungen über Workshops bis hin zu Vorträgen und Präsentationen – statt. 128 Programm- und ProjektpartnerInnen und Gäste aus 15 Nationen machten das große Spektrum von Design sowie die Internationalität des Netzwerks erlebbar.
© Miriam Raneburger

Der Designmonat Graz präsentierte 2022 mit einem dichten Programm erneut das kreative Potenzial der Steiermark. Mit viel internationaler Beiteiligung und einer starken Präsenz im öffentlichen Raum sorgte das Designfestival für einen beachtlichen Auftritt der City of Design Graz – weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

So wurde die Ausstellung „Around Autofiction“ mit Beiträgen zur Mobilitätsfrage aus Creative Cities gezeigt und auch der European Creative Industries Summit zum Thema „Great Green Creative Industries“ in Graz abgehalten. Im Format „Design in the City“ waren 37 Shops mit vielfältigen Projekten und Produkten mit dabei. Die Ausstellungen „Design Everyday“ und „ZweckZwei – Shift Circular Design“ im Minoritenzentrum Graz sowie „The Chairman“ und „Taste the Ortwein“ im designforum Steiermark waren gut besucht. Letztere ist noch bis zum 26. Juni 2022 zu sehen. Das neue Format der „Design-Clinic“ wurde als niederschwelliges Serviceangebot der Design-Community ins Leben gerufen, um Design für alle greifbarer zu machen. Interessierte, privat oder beruflich, konnten mit Gestaltungsproblemen zur kostenlosen Erstberatung kommen.

Wir möchten uns herzlich bei allen Beteiligten, PartnerInnen, SponsorInnen und BesucherInnen für diesen großartigen Designmonat Graz bedanken und freuen uns schon auf nächstes Jahr!

SAVE THE DATE

Der Designmonat Graz 2023 wird von 6. Mai bis 4. Juni 2023 stattfinden.
Eröffnung am 5. Mai 2023.

Wiener Speisen Anders – eine Retrospektive
Eine Gruppe von 10 StudentInnen der Studienrichtung Industrial Design an der Universität für angewandte Kunst in Wien beschäftigte sich im Wintersemester 21/22 unter der Leitung von Marcus Bruckmann und Peter Mahlknecht mit dem Entwurfs-Thema, wie sich die Dinge, Services und Systeme rund ums Essen/Trinken und Kochen in den nächsten Jahren ändern werden und wie sie diese ändern wollen.
© REVOLT

Der Ort der Untersuchung ist Wien. Der Fokus liegt auf Ressourcenschonung und Kreislaufsystemen sowie einer der Nahrung innewohnenden sozialen Komponente sowie dem Zubereiten und Kochen als wertvolle Kulturtechnik. Als wesentliche Veränderungstreiber sehen wir – neben neuen Technologien – die angenommen sehr stark steigenden Preise/Kosten für die Nutzung von Energie und Ressourcen, Kostenwahrheit (die Bepreisung von CO2 bei sozialem Ausgleich), Einpreisung und Verantwortung für Lieferketten sowohl nach hinten als auch nach vorne, steigende Mindestlöhne und letztlich die Notwendigkeit unsere Systeme widerstandsfähiger zu gestalten. Die Methode ist ein Rückblick aus 2030. Wir erklären, durch welche Änderungen (Verhalten, Objekte, Services) es in Wien geschafft wurde, die (Pariser Klimaziele) 55% CO2 Reduktion gegenüber 1990 einzuhalten und bereits einen Ausblick auf 2040 zu geben, wie wir auch die Klimaneutralität schaffen werden.

Die Methode ist ein Rückblick aus 2030. Wir erklären, durch welche Änderungen (Verhalten, Objekte, Services) es in Wien geschafft wurde, die (Pariser Klimaziele) 55% CO2 Reduktion gegenüber 1990 einzuhalten und bereits einen Ausblick auf 2040 zu geben, wie wir auch die Klimaneutralität schaffen werden. Die These ist, dass infolge der Ressourcenknappheit, verpflichtende Verhaltensänderungen bzw. Kreislaufwirtschaft das Thema, wie wir uns in Zukunft ernähren wollen, zwangsläufig aus dem Privaten (wieder) im Gemeinsamen / Öffentlichen verortet wird, weil es auf allen Ebenen besser und cleverer sein wird, die eingesetzten Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Wir nehmen momentan an, dass 2030 Mehrweg-Take-Away-Systeme und größere, gemeinsame Küchen eine interessante Alternative gegenüber heute darstellen werden. Klarerweise schauten wir in der Recherche aber auch nach hinten und nach vorne z.B. in die Wechselwirkung mit Nahrungsmittelproduktion, Verarbeitungsbetriebe, Verpackungsindustrie, Lebensmittelhandel, Mobilitätskonzepte, öffentlichen Raum. Technologiepartner ist die Firma Greiner Innoventures, vertreten durch Maria Molina, Innovation Managerin. Greiner ist u.a. in der Lebensmittelverpackungsindustrie europaweit aktiv. 

Externer Input weiters durch: DI Jutta Kleedorfer, Stadtplanerin DI Stefanie Painsith, Kunststofftechnikerin (Greiner Innoventures) Julia Herr, Abg.z.NR, Bereichssprecherin für Umwelt und Klima der SPÖ-Parlamentsfraktion 

Im Rahmen des Designmonat Graz findet eine Präsentation des Projekts, sowie ein Meet the Students Event in der Design-Clinic statt.

Mehr dazu in diesem Videobeitrag.

Einmal Einbahnstraße und kreativ retour
Der Europäische Green Deal rückt Kreativindustrien in den Mittelpunkt des transformatorischen Bemühens um Nachhaltigkeit. Aber zuerst gilt es, Hausaufgaben zu machen: Manche davon sind schwer, bei anderen riskieren selbst Musterschüler den Hinauswurf. Der Leitartikel zum Fokusthema "Green Transition".

Ein Lehrstück ohne Lehre, nennt Max Frisch seine Parabel „Biedermann und die Brandstifter“ im Untertitel. Gottlieb Biedermann ist Haarwasserfabrikant, Hauseigentümer, Ehemann. Und er ist Spezialist für das Verdrängen von Offensichtlichem, feiger Mitläufer, wenngleich im eigenen Umfeld, „Macher“, opportunistischer Mitgestalter der eigenen Katastrophe sowieso. Sehenden Auges bewirtet und beherbergt er bekennende Brandstifter – mit bekanntem Ausgang. Sein in Brand gestecktes Haus verwandelt schließlich die ganze Stadt in ein Flammenmeer. Herr und Frau Biedermann, zwei Menschen, die gerne gut sein möchten und sich selbst belügen, um an diesem Selbstbild festhalten zu können, richten die Kommune zugrunde. Unzufrieden mit den ersten Reaktionen auf das Stück, sprich mit der Eindimensionalität gesellschaftspolitischer Deutung, schloss der Schweizer Dramatiker 1958 ein Nachspiel an, das er später wieder streicht. Das Ehepaar Biedermann wähnt sich, weil brave Befolger der Zehn Gebote, im Himmel. Sie haben, um eine passende Kontextualisierung zu bemühen, „Dienst nach Vorschrift“ gemacht. Tatsächlich sind sie in der Hölle gelandet, gemeinsam mit Intellektuellen und Kleinkriminellen. Aber keine Angst: Nach einem Streik in der Hölle dürfen alle wieder auf die Erde zurück.

…immer wieder auf die Erde zurück. Weil sich weder Tatort noch Plot je ändern, mag ein Blick auf jedes beliebige Datum als Anknüpfung dienen. Dann gleich noch einmal 1958: Im Jahr der Erstaufführung wird Angelo Giuseppe Roncalli Papst Johannes XXIII. und Charles de Gaulle erster Präsident der Fünften Französischen Republik, eine 165-milliardenfache Vergrößerung der kristallinen Elementarzelle des Eisens wird am Brüsseler Place de l’Atomium Wahrzeichen der Expo und unter dem Leitstern Naturwissenschaften positiv aufgeladenes Symbol des Atomzeitalters (friedliche Nutzung), die Römischen Verträge zur Gründung der EWG treten in Kraft; die Weltwirtschaft erlebt ihre erste Rezession der Nachkriegszeit, mitten im sogenannten Wirtschaftswunder, und das Ruhrgebiet eine erste Verkühlung, die später als Beginn des Zechensterbens datiert wird. Ebenfalls 1958 initiierte der Chemiker Charles Keeling auf dem hawaiianischen Mauna Loa den Beginn der kontinuierlichen Messungen der atmosphärischen CO2-Konzentration, die bis heute fortgeführt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konstatieren im Rahmen des internationalen geophysikalischen Jahres 1957/1958 erstmals, dass die CO2-Konzentration steigt. Bis zur ersten Warnung eines US-Präsidenten durch seinen wissenschaftlichen Beirat vor der von Menschen verursachten Klimaänderung und ihren möglichen Folgen sollen noch sieben Jahre vergehen. Auch 1958: US-Regisseur John Sturges schickt Spencer Tracy im elementaren Kraftakt als alten Mann ins karibische Leinwand-Meer; sein zäher, letztlich erfolgloser Kampf um die Einholung seiner Beute wirkt in den übersteuert anmutenden Technicolor-Filmfarben eigentümlich schablonenhaft. Doch es ist eine andere Leere, als die von Werbetafeln weitgehend leer gefegten italienischen Straßen, Wohnungen und Städte, die neorealistische Filmemacher der gleichen Ära trostlos echt erscheinen lassen. Es ist die bunte Leere der Verführung, die den banalen Alltag mit Versprechen und Aufforderungen zu überlagern beginnt und die längst das Instant-Gen in sich trägt. Geschichten, die älteste Form der Wissensvermittlung und als Storytelling fester Bestandteil von Marketing, Kunst, Politik, können sich auf Oberflächen verlieren, einsickern, aber auch Strukturen freilegen, umdeuten, weiterspinnen. Wer ist Biedermann, wer die Brandstifter, wem gehören die Kollateralschaden-Häuser? Wer erzählt wessen Geschichte – und mit welchem Motiv? Wo treffen sie zusammen?

Der erste Supermarkt wurde 1930 von der King-Kullen-Kette eröffnet, in einer ehemaligen Autowerkstatt in Queens, New York City, als erster Selbstbedienungsladen in Österreich 1950 der KONSUM in Linz an der heutigen Wiener Straße. Ein Slogan lautete: Selbstbedienung spart Zeit. Mit 5.300 Geschäften zählt Österreich heute europaweit zu den Ländern mit der höchsten Supermarkt-Dichte. Der damit verbundene Verdrängungswettbewerb schnürt heimische Ortschaften in signalfarbene Zwangsjacken, verunstaltet mit einer auf strenge Kosten-Nutzen-Kalkulation ausgerichteten Architektur, unterläuft im Schulterschluss mit dem muskulösen Bruder Baumarkt nachhaltige Verkehrskonzepte, spült Geld auch in Gemeindekassen, spielt allenfalls einer weiteren rekordverdächtigen Österreich-Performance, nämlich der grassierenden Bodenversiegelung in die Hände. Das Institut für Handel und Marketing der Wirtschaftsuniversität Wien hat untersucht, wie viele Artikel in den Einkaufskörben vorher nicht geplant waren: zwei Drittel der Kaufentscheidungen fallen spontan.

Das digitale Zeitalter hat herkömmliche Kommunikationsstrukturen radikal verändert. Empfänger von Nachrichten und (Werbe-)Botschaften haben sich in potenzielle Multiplikatoren verwandelt, die persönliche Kommunikationsreichweite hat sich dabei um ein Vielfaches erhöht. Der Kampf um das begrenzte – und damit begehrte – Gut der Aufmerksamkeit setzt im Rahmen konventioneller Werbung auf Omnipräsenz, die Bildung von Marken folgt anderen Gesetzen. Verweist das „Markieren“ von Produkten im historischen Rückblick auf Herkunft, spezifische technische Realisierungsprozesse sowie auf die sinnvolle Zuordnung zum jeweiligen Gebrauch, rückt parallel mit der Überregionalisierung des Handels das Moment der Vertrauensbildung in den Mittelpunkt. Mit der Hervorbringung anonymer Märkte im Zuge der industriellen Revolution beschleunigen sich Markenbildungsprozesse – tatsächlich kaschiert das zunehmend bedeutsamere, vertrauensbildende Narrativ zugleich die Anonymität der eigentlichen Produktion. Anstelle der Nähe zum Verkäufer respektive Produzenten rücken jene Person-Objekt-Beziehungen, die modernes Marken-Management zu festigen sucht und die Marketing-Ingenieure als komplexe Referenzsysteme beschreiben: Sie beinhalten neben Bemühen um ausgefeilte Komplexitätsreduktion allenfalls Aspekte der Orientierung und Sicherheit, signalisieren Kompetenz, bedienen Distinguierungsreflexe und Prestigepflege – unter anderem. Und es sind kommunikative Aspekte, von unterschiedlichen Designbereichen mitgedacht, die Produktwelten durchdringen, im schlechtesten Fall nur oberflächlich bespielen. Die häufig Inhalte im Rahmen systematischer Logik auf – mehr oder weniger – fixe Markenpositionierungen reduzieren. Doch zugleich benötigen solche Prozesse den steten Blick auf den Refresh-Button: Feste Verankerung ist nicht ohne Tücken, geht mit ihr doch die Gefahr der Banalisierung einher, die von Konsumenten – nennen wir ihn hier besser: den Menschen – fast zwangsläufig mit Desinteresse abgestraft wird. Was vor allem droht: ein Verlust der Unterscheidbarkeit, der Markierung und Differenzierung – sie lässt sich auch durch bloßen Bekanntheitsgrad nicht kompensieren. Erst Heterogenität und Paradoxien, bewusst nach vorne gestellte Komplexität, und vielleicht auch Widersprüchlichkeit stellen diese Aufmerksamkeit sicher. Anders gesagt: Die Marke Greta Thunberg ist gemeinsam schwächer als allein.

Die EU ist (auch) eine Marke, die Schaffung von Bedeutung innerhalb des globalisierten Weltwettbewerbs gesellschaftlicher Organisation ist Teil ihrer Performance – und sie erfüllt die Kompetenz als kommunikatives Phänomen nur so gut, wie es die aktive Partizipation voraussetzt.

Geschichten und Schichten, in denen die Gewalttätigkeit eines griechischen Gottes im Schulbank-Umraum der Antike schließlich in westlich geprägte Demokratien und Selbstbestimmung einmündet, sind Teil eines Narrativs, das allem voran auf dem harten Boden einer neoliberalen Wirtschaftsordnung verfasst ist. Vor diesem Hintergrund interessiert heute, und aktueller denn je, das Ineinandergreifen des angekündigten Umbaus der EU-Wirtschaft zur nachhaltigen Kreislaufökonomie sowie der Rolle und der Möglichkeiten, die hier Kreativindustrien spielen können,  sowie deren Einbindung in herrschendes ökonomisches und politisches Gebaren. Der European Green Deal, eine etwas unglückliche Formulierung in Anlehnung an Roosevelts Programm gegen die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 und im Falle des historischen „New Deal“ nicht zuletzt vor dem Hintergrund von militanten Auseinandersetzungen um soziale Reformen und durch massenhafte Streiks und Fabrikbesetzung angestoßen, versucht ein knappes Jahrhundert später die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie. Der European Green New Deal verbindet ein Narrativ mit ambitionierten Ankündigungen: ein großes Investitions-, Gesetzes- und Strategiepaket, mit Hilfe dessen viele Lebensbereiche klimafreundlich gestaltet werden sollen, das die Ausweitung des Emissionszertifikate-Handels und die Einbindung des Seeverkehrs anstrebt, neben Lenkungsinstrumenten wie der CO2-Grenzsteuer. Wichtigstes Ziel: Klimaneutralität bis 2050 zu schaffen. Kritiker orten dabei einen Konstruktionsfehler: Der European Green Deal versuche unser Wohlstandsmodell von den Inhalten her zu verändern, aber nicht von der Struktur. Als ökologisch ausgewiesene Innovationen haben unterm Strich den CO2-Ausstoß in der Regel bislang nicht vermindert. Gutes Beispiel ist die deutsche Autoindustrie: Tatsächlich wurden die Verbrennungsmotoren immer effizienter. Nur wurden deshalb auch immer mehr, immer schwerere Autos gebaut und verkauft – und der CO2-Ausstoß stieg. Rebound-Effekt heißt das, im Deutschen spricht man vom Bumerang-Effekt. Entkoppelung von Wachstum und Materialkonsum ist – aus historischer Rückblende bewertet – kein Modell. Aber: Design ist in der Lage, Fragen zu stellen. An die internationale und erst recht regionale Politik, aber auch unter Einbeziehungen der sogenannten Konsumenten (Menschen) selbst.

Der Wert von Geschichten begründet sich nicht über ihren Wahrheitsgehalt, sondern vielmehr im doppelläufigen Generieren von Bedeutung – bei Erzählern wie bei Zuhörern. Das Erzählen von Geschichten ist eine Form von Kunsthandwerk, die Walter Benjamin im Zuge der Moderne als eine vom Aussterben bedrohte beschreibt. Dabei ist sie doch weit robuster, zumal sie als inhärenter Treiber der Postmoderne ihren wesentlichen Anteil an der Transformation von Daten und Informationen hat – nicht zuletzt im Interesse einer konsumeristischen Weltwirtschaft. Ökonomische Phänomene wie Customization und identitätsstiftendes Individualisierungsbestreben von Konsumenten taugen im Verein mit sogenannter Markenvielfalt als zentrale Merkmale post-traditioneller (Konsum-)Kulturen. Doch auch hier gilt: „Grünes Wachstum“, das Bestehendes lediglich ergänzt, ist gesamtwirtschaftlich betrachtet vor Rebound-Effekten kaum gefeit. Ein nur scheinbar gegenläufiges, von Neuen Medien und Online-Communities befeuertes „Togetherness“-Feeling mehr oder weniger flüchtiger Gemeinschaften bildet dazu komplementäre Formen von Vergemeinschaftung ab – stets unter der sinnstiftenden Allianz von Konsum und Narration. Bislang ist das Experiment des Verzichts in Nischen verlagert: Maker-Ökonomie, Fab Labs, Repair-Cafés, Gemeinschaftsgärten und ähnliche offene Werkstätten loten, bei allem Engagement, lediglich kleine Bereiche kollektiven Wirtschaftens aus. Nicht dass Brüssel schlafen würde: Der im März 2020 veröffentlichte neue Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft (CEAP) zeichnet transformative Wege von einer linearen Wirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft vor, umfassender denn je, und legt so einen starken und einheitlichen Rahmen für eine europäische Produktpolitik, mit dem erklärten Ziel, Konsummuster zu verändern. Nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle sollen zur Norm werden, Abfall vermieden und die Marketingstrategie der vorzeitigen Obsoleszenz – des geplanten Verschleißes – bekämpft werden. Eine Rechtsetzungsinitiative für nachhaltige Produkte ist in Vorbereitung und soll über energieverbrauchsrelevante Kriterien hinausreichen, stattdessen Aspekte der Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit oder Reparierbarkeit integrieren. Projekte im Rahmen der interdisziplinären Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ ergänzen die den Europäischen Green Deal und suchen nach nachhaltigen Lösungen und begleitenden Strategien für die Bewältigung des Wandels – wofür ein Budget von rund 85 Millionen Euro geschaffen wurde. Allein: ReUse-Ziele mit konkreten Wiederverwendungsquoten sucht man im Rahmen dieser Bemühungen ebenso vergeblich wie ein Ziel für den erforderlichen Rückgang im absoluten Gesamtverbrauch von Ressourcen. Der ist in die Rettung der Welt nicht eingepreist, deren Drehbuch Dekarbonisierung beinhalten mag, aber im Dilemma „Wachse oder weiche“ gefangen ist. Tatsächlich liegen zwischen der Idee einer Postwachstums-Ökonomie und der traditionellen Wachstumsfixierung, die dynamisch wachsender Kapitalismus zur Stabilität benötigt, Abgründe: Wirtschaftskrise, Abkehr von demokratischen Systemen drohen, der detailverliebte Teufel liegt hier im Totalitären. Der Weg in Richtung Kreislaufwirtschaft suggeriert, dass der Kapitalismus keinen sanften Gleitflug im Repertoire hat – bereits geringe Irritationen lösen Panikreaktionen aus. Das gilt erst recht für das V-Wort: V wie Verzichtskultur. Konjunkturforscher, die neue Technologien einpreisen oder im Rahmen der angestrebten Kreislaufwirtschaft volkswirtschaftliche Modelle modulieren, sind sich des spekulativen Terrains, auf das sie sich begeben, selbstverständlich bewusst. Aus historischer Perspektive lässt sich die optimistische Vermutung, dass sich immer knappere Ressourcen durch Schlüsselinnovation kompensieren ließen, nicht bestätigen. Doch zugleich gilt: Nachhaltigkeit und Wachstum respektive Nachhaltigkeit und Konsumwachstum – das sind unterschiedliche Dinge. Diese Differenzierung verändert auch den Fokus für die Kreativwirtschaft.

Als lösungsorientierte Disziplin lotet Design menschliche Bedürfnisse aus, und begegnet diesen durch die Schaffung von Produkten, Dienstleistungen, Räumen oder Systemen auf der Basis problemorientierter Kreativität. Saubere Schmiere unterschiedlicher Way-of-living-Konzepte ist Design, salopp formuliert, auch. Das impliziert sozialen und wirtschaftlichen Ausgleich und bietet praktikable Angebote hinsichtlich elementarer Aspekte wie Ernährung, Energie, Wohnraum, Transport etc. Ökologisch motivierten Vertretern der Kreativindustrie fällt vor diesem Hintergrund eine besondere, zugleich auch besonders vielfältige Rolle zu. Sie bespielt viele Ebenen. Bis zu 80 Prozent der Umweltauswirkungen von Produkten haben ihren Ursprung in der Designphase. Interdisziplinäre Ansätze verknüpfen sozioökonomische, gesellschaftliche, städteplanerische Realitäten mit dem Umstand einer auf rund 160.000 Werkstoffe angewachsenen Materialpalette, deren jeweilige Handhabe ihrerseits zahllose Variablen ausweist – eingebunden in komplizierte Systeme von Strukturen, die längst Mikro-, Makro- oder Nano-Größenordnungen umfassen. Die Kombinatorik der zahllosen Anwendungen, die sich daraus ergeben, das Potenzial für veränderte Kontexte und Lösungen ist unüberschaubar und lädt zum Beschreiten immer neuer Wege ein – freilich bei ungefährem Ziel. Denn auch das Umfeld ist wandelbar, moosgrün, giftgrün, militärgrün ist auch eine changierende Nuance des – wir erinnern uns – jeweils gewählten Narrativs. Die bekannte Büchse der Pandora, die Digitalisierung auch bedeutet, schuf neue, entkoppelte Räume der Wahrnehmung, des Austauschs und Konsums, freilich auf Basis bekannter kultureller und psychologischer Usancen.

Design ist zugleich ein Mediator sozialer Beziehungen. Im Zuge der Klimakrise, der damit verbundenen sozioökonomischen Schieflage einer ganzen Erdkugel und der bis dato erkennbaren Unfähigkeit, diesen gravierenden Verwerfungen effektiv zu begegnen, interessiert nicht zuletzt das defensive Potenzial dieser Methode. Design bezieht besondere Effizienz aus dem Umstand, dass es als subtiler Ideengeber wirkt, Anstöße für neue Denkweisen liefert. Anstelle von Vorschriften und Regulativen ermuntern kommunikatorische Qualitäten, während neu gedachte Produkte, Techniken und Herangehensweisen Verhaltensänderungen anstoßen – umso intensiver, wenn die Ebene der reinen Metapher um konkrete Vorschläge erweitert wird und auf Schieflagen reagiert. Creative Industries weisen hohe Expertise auf, wenn es um die Integration von Identität, Zweck und Emotion geht, sie sind in der Lage, einen Wertekompass abzustecken, der Verhaltensänderungen attraktiviert und Bedeutungen unterstreicht und der nicht zuletzt den Aspekt der Würde thematisiert. Beispiel Information Design: Seit der Architekt Giovanni Battista Nolli Mitte des 18. Jahrhunderts Wege entwickelte, erstmals die öffentlich zugänglichen Räume der Stadt Rom abzubilden und so zur Schaffung eines neuen Bewusstseins für die Durchdringung von öffentlichen und privaten Flächen der Stadt beitrug, ist diese Designdisziplin einer zentralen Aufgabe treu geblieben: Unsichtbares sichtbar zu machen. Nachweisbare Bewegungsmuster, Aufenthaltsgewohnheiten führen heute zu datenbasiertem Umdenken hinsichtlich einer am Menschen ausgerichteten Stadtplanung.

Dieses Beispiel ließe sich für viele Bereiche durchdeklinieren. Dass dem Information Design in der sogenannten Wissensgesellschaft eine transformative Kraft zugeschrieben wird, hat unter anderem einen recht einfachen Grund: nämlich die Konzentration auf Bilder, frei nach John Bergers Zitat: „Seeing comes before words.“ Kommunikationsdesign fällt in diesem Kontext eine zentrale Rolle zu. Es hat die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen. Open Data, die zunehmende freie Nutzung von Daten der öffentlichen Verwaltung, ist ein klassischer Anwendungsbereich, der das Potenzial der Zivilgesellschaft gewinnbringend einbindet. Anonyme Lieferanten von Nutzerdaten verwandeln sich so in echte Gesprächspartner für die Gestaltung von Lebensräumen.

Vor dem Hintergrund von Eigeninteressen und wirtschaftlichen Lobbyings, nicht zuletzt eines Designerbes, das neben stilbildenden Icons und seiner Rolle als gesellschaftlicher Katalysator auch vielfältige Belastungen mit sich gebracht hat, stellt sich für die Kreativwirtschaft die Ethik-Frage des „do-the-right-thing!“ in akuter Dringlichkeit. Eine neu apostrophierte Ära des Ecocene bietet in diesem Kontext Chancen, Risiken und Nebenwirkungen – und mahnt vor allem zu Vorsicht. Das Potenzial zur Innovation, das Kreativtreiber auszeichnet, qualifiziert seit jeher für die Rolle jenes Verführers, der den auf Konsummaximierung und Innovationsschübe angewiesenen Neoliberalismus so erfolgreich gemacht hat – und radikal destruktiv zugleich. Man soll sich nicht täuschen lassen: Gegenüber den vielfältigen Bemühungen, Greenwashing entgegenzutreten, der Fülle einschlägiger EU-Papiere und der schönen Erzählungen, der Etablierung von Kreislaufwirtschaftsbeauftragten, die sich heute um Schwerpunkt-Panels wie „Circular Construction“, „Circular Textile“, „Circular Mobility“ und „Circular Food“ kümmern, hat die Leistungsschau nachhaltiger Designkonzepte ein gravierendes Problem. Green Transition mittels kompostierbarer Möbel und Meeresmüll-Turnschuhe ist da kaum mehr als ein Tropfen auf der heißen Welt.

…immer wieder auf die Erde zurück. Es geht um Wiederwahl und um Machtpositionen. Um Profit sowieso. Einmal öfter ist da Kratzen an Oberflächen gefragt, das Dekonstruieren von Bildern und Hierarchien – etwa im Sinne der Gleichwertigkeit von Materialien und ästhetischer Zugänge und weit darüber hinaus. Und nicht zu vergessen: Das Re-Arrangieren inflationärer Narrative zugunsten nachvollziehbarer Inhalte als eines der vornehmeren Ziele kreativwirtschaftlichen Bemühens. Am Arsenal der zur Verfügung stehenden Mittel der Creative Industries scheitern diese Ambitionen kaum. Bloß mögliche Einordnungen dürfen sich verschieben: Jene vom Glanz des eingangs erwähnten Atomiums als Sinnbild rein technologischer Lösungen inmitten ökologischer Flächenbrandgefahr. Ferner tritt vor den Vorhang: Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann, jetzt mit seinem bestem Haustier. Es ist Dolly, das geklonte Schaf, in seiner Verkörperung als lebendig gewordenes Abziehbild, repräsentiert es das Unheimliche des Bildes, der bildhaften Oberfläche an sich. Was aber auch denkbar wäre: Jenes unaufgeregte Narrativ, mit dem die größten Bäume der Erde, Kaliforniens Redwoods, und die schwersten Landsäuger, die Elefanten, antreten. Die entspannte Geschichte dieser Lebewesen lautet: Immer weiter wachsen, in regelmäßigen (Redwood) und in unregelmäßigen (Elefanten) Mustern, solange sie leben. Aber auch das ist nur: solange es sie überhaupt gibt.

Text von Robert Haidinger

ÜBER ROBERT HAIDINGER

Robert Haidinger, geb. 1963 in Wien, Studium an der Uni Wien (Geschichte, Publizistik, Völkerkunde). Beschäftigung mit Journalismus und Fotografie seit Mitte der Achtziger Jahre. Ab 1986 Reportagen für internationale Magazine wie Elle Deco, Abenteuer & Reisen, Geo, FAZ, Gente Viaggi, Wienerin u. v. a. m. Spezialisierung auf die Bereiche Reise und Lifestyle / Design, von 1989-92 u. a. Chefredakteur des österreichischen Magazins „Wohnen“. Langjähriger Redakteur für die Magazine H.O.M.E. und Domus (deutsche Ausgabe), zahlreiche Fachartikel zu den Themen Design sowie Reise- und Kultur-Themen u. a. in der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Auszeichnungen für Reisetexte u. a. von der italienischen EMIT, Bahamas Tourismus. Lebt in Wien, wo er sein eigenes Redaktionsbüro unterhält.

www.roberthaidinger.com

Aussöhnen mit der eigenen Widersprüchlichkeit
Das Minoritenzentrum Graz („Kultum“) ist seit Jahrzehnten verlässlicher Garant für ein hochqualitatives Kunstprogramm in mehreren Sparten. Als Partner des Designmonat Graz hält im heurigen Frühjahr das Thema Design Einzug in das frisch renovierte Traditionshaus. Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch, wie Kultum-Leiter Johannes Rauchenberger im Gespräch erklärt.
Johannes Rauchberger © KULTUM/A. Hopper

Wie passt das Thema Design ins Kultum?

Jetzt unmittelbar passt es zur laufenden Ausstellung von Manfred Erjautz, der alltägliche Dinge des Lebens künstlerisch so transformiert, dass es eine fruchtbare Dialogmöglichkeit gibt. Die Ausstellung heißt „Dinge/Things“. Erjautz hat dabei aus unterschiedlichen Alltagsgegenständen Skulpturen gebaut, die alle nach Bedeutung verlangen. Warum Design ins Kultum? Dazu könnte man auch sagen: weil das Haus vollkommen neu renoviert worden ist. Diese wirklich gelungene, alte Form ist jetzt wieder erlebbar. Aber mir ist es zu wenig, nur zu sagen, dass es schön ist. Ich versuche mit dem Programm des Kultum auch immer wieder Widersprüche aufzuzeigen oder Bruchlinien sichtbar zu machen.

 

Bewusstes Handeln, Rücksicht, Einfühlungsvermögen, Solidarität, auch das Schöpferische … das sind alles Themen, die nicht nur in der christlich-religiösen Sphäre vorkommen, sondern auch beim Thema Gestaltung. Wo treffen sich Design und Spiritualität, wo sind die Unterschiede?

Beide treffen sich in genau diesen Bereichen wie Solidarität und Aufmerksamkeit und auch Wahrnehmung von Wirklichkeit jenseits von Oberflächlichkeit. Oberflächlichkeit zu durchbrechen, scheint mir als Programm im Kultum besonders wichtig und wenn wir dieses Durchbrechen der Oberflächlichkeit auch auf Design projizieren, ist viel gewonnen. Denn Design meint nur auf den ersten Blick Behübschung. Diesen Aspekt zu thematisieren, dazu eignet sich das Kultum tatsächlich sehr gut, weil es natürlich auch gefährdet ist, Behübschung auszustrahlen. Insofern ist es ein extremer Ort des Widerspruchs, weil er eigentlich vom heiligen Franziskus her geprägt ist. Trotzdem ist so etwas Prächtiges gebaut worden. Das Verhältnis von inhaltlichem Anspruch und dieser Überschüttung von Schönheit macht gerade dieses so franziskanisch geprägte Gebäude zu einem herrlichen Ort des Widerspruchs. Wenn diese Aspekte auch auf Design übergehen können, dann finde ich das großartig.

 

Der Designmonat steht unter dem Generalthema Green Transition – also grob gesagt alles rund um das Thema Nachhaltigkeit. Es gibt große Bemühungen seitens der Europäischen Kommission, Nachhaltigkeit in die Köpfe der Menschen hineinzubringen. Welchen Beitrag kann ein Haus wie das Kultum zum Thema Nachhaltigkeit und Green Transition leisten?

Unser Beitrag ist es, daran zu erinnern, dass es geistesgeschichtliche und spirituelle Traditionen gibt, die diese Nachhaltigkeit und diese Green Transition schon sehr früh angegangen sind, nämlich im 13. Jahrhundert. Franziskus hatte – in dieser Form von Schöpfungsverantwortung und dem Sehen der einfachen Dinge – schon eine originäre, auch evangelische Botschaft. Insofern sind schon die Gründungserzählungen eine Sache, der man sich bewusst werden muss. Auch die Form der Umsetzung – einen Raum zur Verfügung zu stellen, der grün und still ist. In so einem Setting muss ich immer wieder darüber nachdenken, ob man die neueste Technik wirklich benötigt oder ob es durchaus mit rein nachhaltigen Produkten geht. Und das auch auf schlichte und einfache Art zu thematisieren, das machen wir immer wieder mit künstlerischen Positionen.

 

Wie ist Ihr persönlicher Zugang zum Thema Design?

In der Gestaltung von Räumen ist mir eine schöne Form unendlich wichtig. Insofern bin ich dem Thema sympathisch aufgeschlossen. Ich kritisiere es, wenn es Behübschung wird, weil das auch meiner anderen Seite, meiner beruflichen Existenz als Kurator, guttut, wenn ich auf Widersprüche hinweisen kann. Dass Formen bewusst gesetzt sein sollten, in der Gestaltung von Räumen, das sehe ich als ganz wichtige Botschaft. Das versuche ich auch zu Hause, gemeinsam mit meiner Familie, zu vollziehen. Wir haben auch im Kultum Möglichkeiten, verantwortlich mit neuer Gestaltung umzugehen, auch im Rahmen kleiner Alltäglichkeiten. Wo steht ein Mistkübel, wie bringt man die Beschilderung an, wo hängt man Bilder auf. Wir versuchen in den umgebauten Arealen auch zeitgenössische Kunst aus unserer Sammlung zu präsentieren, aber das in Verbindung mit der Erzählung des Ortes und den von mir bereits angedeuteten Widerspruchsfeldern.

 

Widersprüchlichkeit und auch das Konzept des Missverständnisses findet man oftmals im Design. Auch in der Ausrichtung des Kultum spielen beide offenbar eine Rolle, weil die Intention des Kultum nicht davor gefeit ist, missverstanden zu werden. Ist vor diesem Hintergrund die Öffnung Richtung Design eine Möglichkeit, diese Missverständnisse aufzulösen, mehr Leute ins Haus zu bekommen und ans Haus zu binden?

Zu binden weiß ich nicht, aber dass mehr Leute kommen werden, darauf vertraue ich, weil es eine ganz andere Klientel anspricht. Das Missverständnis ist eine schöne Beobachtung, die Sie als Parallele ziehen, das würde ich auch sofort unterschreiben. Gerade das Missverständnis in puncto Religion muss man verstärkt thematisieren. Es ist nicht so, dass ich Religion oder die Auseinandersetzung mit Religion als Propaganda-Ort verstehe. Kunst hat sich beispielsweise oft dagegen aufgelehnt. Dieses Dagegenauflehnen ist ein interessanter Aspekt meiner Ausstellungsarbeit geworden, als Widerspruch auf das, was man sich erwartet. So gesehen könnte der Beitrag der Ausstellung oder des Kultum insgesamt sein, die Besucherinnen und Besucher dazu zu animieren, sich mit ihrer eigenen Widersprüchlichkeit auszusöhnen und gestärkt aus dem Haus zu gehen.

 

Interview: Stefan Schwar

Johannes Rauchberger © KULTUM/A. Hopper

Johannes Rauchberger ist Kurator, Kunsthistoriker und Theologe. Seit 2000 leitet er das Minoritenzentrum Graz, ein Mehrspartenhaus für zeitgenössische Kunst, Gegenwartskultur und Religion in Graz. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Verhältnisbestimmung von Gegenwartskunst und Religion, die sich in zahlreichen kuratierten Ausstellungen, Vorträgen, Lehrtätigkeiten und Publikationen zeigt. Seit 2010 baut er eine Sammlung für zeitgenössische Kunst und Religion auf.

Design in the City, Events, Guided Tour
Design in the City

Design in the City ist ein Format im Designmonat Graz, das Menschen die Möglichkeit bietet, Design abseits von Ausstellungen und Workshops zu erleben. Unternehmen und DesignerInnen präsentieren dabei außergewöhnliche Produkte, einzigartige Kollektionen, herausragende Kreationen und jede Menge Information darüber, welche Rolle Design in ihrem Betrieb spielt. Das alles geschieht dort, wo das Thema Design mit Leidenschaft gelebt wird: in den Shops und Unternehmen der Stadt. Design wird sichtbar – neue und aktuelle Designprodukte werden einem breiten Publikum präsentiert.

37 designaffine Shops geben während dem Designmonat 2022 Designerinnen und Designern eine Plattform, um ihre einzigartigen Produkte zu präsentieren. Im Sestra Store gibt es nachhaltige Rennradmode für Frauen von KAMA.Cycling zu sehen, das Lanzerloft zeigt ein Motorrad von Vagabund Motodigitalis präsentiert Surfboards von WUUX surfboards & fins und bei Brigante in der Hofgasse gibt es Hüte von Kepka & Söhne zu sehen. Das und vieles mehr erwartet BesucherInnen bei Design in the City.

Bei speziellen Touren mit den GrazGuides gilt es, die Vielfalt von Design in der Stadt zu entdecken. Die Touren finden jeden Freitag und Samstag statt.

 

Termin-Überblick der Design in the City Touren, jeweils Freitags und Samstags von 13. Mai – 11. Juni.

KONTAKT
Teresa Hausharter
Creative Industries Styria
+43 (0) 316 890598-16
teresa.hausharter@cis.at
MedienpartnerInnen
Der Designmonat Graz hat einige langjährige MedienpartnerInnen, von Online- und Printmagazinen in Österreich über Portugal und Italien bis hin zu Großbritannien. Hier ein Überblick und kurze Information zu den einzelnen Blogs, Radios und Publikationen.
Nationale MedienpartnerInnen

Radio Soundportal sendet seit 2000 erfolgreich ein junges zeitgemäßes 24-Stunden-Vollprogramm in der Steiermark. Es ist ein komplett unabhängiges Radio. Außerdem betreibt Radio Soundportal auf ihrer Website ein großes, täglich aktuelles Content-, Service- und Communityportal. Soundportal ist ein Leitprojekt für moderne Medien in der gesamten Region Steiermark.

JUST ist ein Magazin, das besondere Themenschwerpunkte setzt und monothematisch erscheint. Die Inhalte beziehen sich vorwiegend auf die Bereiche Business, Science, Lifestyle und People, es wird Wert auf emotionale Bildsprache und bewegende Wortschätze gelegt. JUST ist regelmäßig als Wochenendbeilage in großformatigen Tageszeitungen zu finden. Die Artikel sind auch online auf der JUST-Website zu finden.

Internationale MedienpartnerInnen

Design Magazine ist ein Online-Magazin, das 2011 von Tiago Krusse gegründet wurde und seitdem unter seiner redaktionellen Leitung steht. Er begann seine journalistische Laufbahn 1994 bei der Zeitschrift Homem. Das Magazin informiert über Design, Architektur, Kunst und der Kultur- und Kreativwirtschaft. Außerdem hat das Magazin eine starke und unverwechselbare Präsenz in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und LinkedIn und zählt auf diesen Plattformen insgesamt fast 200 Tausend Follower.

Feel Desain ist ein Online-Magazin, das professionelle und junge Kreative aus verschiedenen Bereichen der Design-Welt wie Kunst, Grafik, Grafikdesign, Fotografie, Beratung, Mode, Illustration, Verpackung, Architektur und Street Art zusammenzubringen will. Das Magazin ist eine umfassende Quelle mit mehr als 11.000 Artikeln mit nützlichen Informationen und aufschlussreichen Interviews, Dokumentationen neuer Produkte, Besprechungen von Ausstellungen und mehr.

DesignWanted wurde 2015 von Patrick Abbattista gegründet und ist ein digitales Medienunternehmen, das in der Design-Hauptstadt Mailand entstanden ist. Das Magazin hat sich zum Ziel gesetzt, Produkt- und Industriedesigner zu befähigen, indem sie ihnen die Werkzeuge und das Wissen für einen bewussten und nachhaltigen Fortschritt der Menschheit zur Verfügung stellen. DesignWanted berichtet täglich von aktuellen Themen, Projekten und allem, was in der Welt des Designs passiert.

Dezeen ist ein Magazin für Architektur, Inneneinrichtung und Design mit über drei Millionen monatlichen Lesern und sechs Millionen Followern in den sozialen Medien. Das Magazin, das unter den 4.000 meistbesuchten Websites der Welt liegt – wurde 2006 von Marcus Fairs gegründet. Die Mission ist einfach: LeserInnen eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl der besten Architektur-, Design- und Einrichtungsprojekte sowie Nachrichten aus der ganzen Welt zu bieten.